Wie groß die Begeisterung für das Arbeiten mit frischem Holz war, zeigte sich am Nachmittag nach den beiden Schulmodulen eindrucksvoll: Zur offenen Werkstatt im Grünholzmobil waren alle Grundschulkinder sowie ihre Geschwister gemeinsam mit ihren Familien eingeladen. Das Angebot wurde mit großer Freude angenommen.
Während einige Drittklässler die Gelegenheit nutzten, ihre am Vormittag begonnenen Werkstücke fertigzustellen oder weiter zu verfeinern, wagten sich viele jüngere Kinder zum ersten Mal an Säge, Spaltbeil und Schnitzmesser. Für sie war die offene Werkstatt ein spannender Vorgeschmack auf das Naturpark-Modul, das sie in den kommenden Schuljahren selbst erleben dürfen.

In Spitzenzeiten herrschte reges Treiben im Zelt: Rund 40 Personen arbeiteten gleichzeitig an ihren Werkstücken. Zwischen dem Klopfen der Beile, dem Sägen und Schnitzen entstanden nicht nur kreative Holzarbeiten, sondern auch viele schöne Gespräche. Eltern, Großeltern und Geschwister griffen den Kindern unterstützend unter die Arme oder ließen sich selbst vom Werkstoff Holz begeistern. Gemeinsam wurde ausprobiert, geholfen, gelacht, gestaunt und gefachsimpelt.
Besonders schön war zu beobachten, wie selbstverständlich sich gegenseitige Unterstützung entwickelte. Erfahrene Drittklässler erklärten den jüngeren Kindern einzelne Arbeitsschritte, während Erwachsene wertvolle Hilfestellung gaben. So wurde die offene Werkstatt zu einem generationsübergreifenden Erlebnis, bei dem Kreativität, handwerkliches Geschick und Gemeinschaft gleichermaßen im Mittelpunkt standen.
Ein solches Angebot ist nicht selbstverständlich. Vollständig finanziert wurde die offene Werkstatt durch den Förderverein der Naturpark-Grundschule Dobel. Dafür sagen wir ein herzliches Dankeschön. Mit seinem Engagement ermöglicht der Förderverein den Kindern und ihren Familien immer wieder besondere Natur- und Gemeinschaftserlebnisse, die weit über den regulären Unterricht hinausgehen und noch lange in Erinnerung bleiben.
Die offene Werkstatt zeigte eindrucksvoll, wie Naturpark-Bildung nicht an der Klassenzimmertür endet, sondern Familien zusammenbringt und Begeisterung für traditionelles Handwerk über Generationen hinweg weckt.