Mit offenen Ohren durch den Wald – so erlebten die Zweitklässler der Naturpark-Grundschule Dobel ihr Frühlingsmodul der „Jahreszeitlichen Lerngänge in den Wald“. Gemeinsam mit der Waldpädagogin Regine Schirmer stand dieses Mal die heimische Vogelwelt im Mittelpunkt.

Schon zu Beginn wurde es ganz ruhig: Bei einer Lauschprobe versuchten die Kinder, die verschiedenen Vogelstimmen wahrzunehmen. „Ich habe einen Dinosaurier gehört“, meinte ein Schüler schmunzelnd – und tatsächlich: „Ja genau, die Vögel sind die Nachfahren der Dinos.“ So wurde schnell klar, wie spannend die Welt der Vögel ist.
Spielerisch näherten sich die Kinder dem Thema weiter an. In verschiedenen Lauf- und Partnerspielen lernten sie die Unterschiede zwischen Vogelmännchen und -weibchen kennen und erfuhren, warum viele Weibchen eher unauffällig gefärbt sind. Beim Nachahmen von Vogelrufen wurde ausprobiert, wie sich Vogelpärchen finden und verständigen.
Ein besonderes Highlight war der Bau eigener Nester. Als „Vogelpaar“ sammelten die Kinder Naturmaterialien und gestalteten daraus ihre eigenen Behausungen. Dabei wurde deutlich, wie viel Geschick und Arbeit in einem stabilen Nest steckt. Auch die Vielfalt von Vogeleiern – in Größe, Form und Farbe – sorgte für Staunen.

Für viel Bewegung und Begeisterung sorgten die anschließenden Spiele: Beim Spiel „Kuckuck und Marder“ wurde es richtig turbulent, als plötzlich verschiedene Waldbewohner unterwegs waren und versuchten, Nester zu plündern oder ihre Eier unterzubringen. Ebenso spannend war das Spiel rund um den Eichelhäher, der als „Polizist des Waldes“ seine Artgenossen vor Gefahren warnt – „Wir sind die Polizisten des Waldes!“, erklärten die Kinder begeistert.
Unterschiedlicher hätten die beiden Lerngänge wettertechnisch kaum sein können: Während die Klasse 2b bei nebelverhangenem Wald und leichtem Nieselregen unterwegs war, strahlte bei der Klasse 2a die Sonne durch die Baumwipfel und sorgte für frühlingshafte Temperaturen. Doch egal ob kühl oder sonnig – die Begeisterung für das Lernen in der Natur war bei beiden Klassen deutlich spürbar.
Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die Schülerinnen und Schüler schließlich zurück in die Schule – und waren sich einig: Der Wald ist ein spannender Lernort zu jeder Jahreszeit.