Leichter Nieselregel fällt, Laub liegt im Schulhof und der Geruch von Äpfeln liegt in der Luft – so startete an der Naturpark-Grundschule Dobel das Modul „Vom Apfel zum Saft“. Unter Anleitung der Streuobstpädagogin Martina Domig stellten die Erstklässler ihren eigenen Apfelsaft her – ganz handgemacht und frisch gepresst.

Die Äpfel hatte die Projektleitung zuvor auf den Rotensoler Wiesen gesammelt. Im Schulhof ging es dann Schritt für Schritt los: Zuerst wurden die Äpfel sorgfältig gewaschen. Anschließend schnitten fleißige Kinderhände die Äpfel mit dem Messer oder dem Apfelschneider in mundgerechte Stücke – immer beobachtet von ein paar neugierigen, aber ziemlich lästigen Wespen. Danach kam die spannende Arbeit an der Muser-Walze: Dort wurden die Apfelstücke zerkleinert, bevor sie in die traditionelle Holzpresse wanderten. Mit vereinten Kräften und viel Muskelkraft pressten die Schülerinnen und Schüler den goldgelben Saft heraus – und konnten es kaum erwarten, das Ergebnis zu probieren. Der frische Apfelsaft schmeckte nicht nur köstlich, sondern hatte auch ein kleines Geheimnis: Ein paar Birnen macht ihn noch süßer und runder im Geschmack – das merkten die Kinder sofort.

Am Ende des Vormittags waren alle stolz: Jedes Kind durfte eine Trinkflasche mit selbst gepresstem Apfelsaft mit nach Hause nehmen – als besonderes Geschenk für Eltern oder Geschwister. Und selbst die, die anfangs skeptisch waren, wagten einen Schluck und stellten fest: „Das schmeckt ja richtig gut!“
Ein besonderes Lob ging an die beiden ersten Klassen –die Klasse von Frau Mistele und die Klasse von Frau Schirmer –, die mit Begeisterung und Ausdauer beim Modul dabei waren, welches im Zuge des Schulentwicklungsprogramms durch das Land Baden-Württemberg mit Mitteln der Lotterie Glücksspirale sowie durch die Gemeinde Dobel gefördert wird.
So wurde aus einem Apfel-Schultag ein unvergessliches Erlebnis – und aus neugierigen Erstklässlern kleine Apfelsaft-Profis.