Drei Anläufe brauchte es – doch dann hat es endlich geklappt: Die Klassen 2a und 2b der
Naturpark-Grundschule Dobel konnten ihr Wintermodul der „Jahreszeitlichen Lerngänge in den
Wald“ durchführen. Mehrmals zuvor musste der Termin für eine Klasse wegen starkem Regen
und heftigen Windböen kurzfristig abgesagt werden. Umso größer war die Freude, als sich die
Schülerinnen und Schüler schließlich mit ihren Entdeckerwesten auf den Weg in den Dobler
Wald machen konnten.
Gemeinsam mit der Naturpädagogin Regine Schirmer erkundeten die Kinder, wie Tiere den
Winter überstehen. Bereits im Sachunterricht hatten sie sich mit den verschiedenen
Überlebensstrategien beschäftigt – nun konnten sie ihr Wissen direkt draußen anwenden. Beim
Pirschpfad entdeckten die jungen Naturforscher verschiedene Tiere und ordneten sie den
passenden Strategien zu: Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre, Winteraktivität. Ebenso wurde
das Zugverhalten der Vögel besprochen.
Auch Bewegung kam nicht zu kurz. Beim Laufspiel „Winterwind“ wurde es trotz kühler
Temperaturen schnell warm. Anschließend waren Geschicklichkeit und Teamarbeit gefragt: In
Kleingruppen bauten die Kinder ein „Winterquartier“ für ein kleines Waldtier. Dabei wurde ein
Becher mit heißem Wasser – stellvertretend für ein Tier – möglichst gut geschützt. Nach rund 30
Minuten wurde nachgemessen: Während der Referenzbecher draußen stark abgekühlt war, blieb
das Wasser in den selbstgebauten Quartieren deutlich wärmer. Ein spannendes Experiment, das
zeigte, wie wichtig ein guter Unterschlupf für Tiere im Winter ist.
Besonders interessant fanden die Kinder auch den Vergleich von Reh-Sommerfell und
Winterfell, den sie selbst fühlen durften. So wurde schnell deutlich, warum viele Tiere in der
kalten Jahreszeit ein dichteres Fell entwickeln.
Nach einem erlebnisreichen Vormittag im Wald kehrten die Zweitklässler zur Schule zurück und
ließen ihre Entdeckungen im Abschlusskreis noch einmal Revue passieren. Schon jetzt freuen
sich alle auf den nächsten Teil des Moduls: Zum Frühling im April geht es erneut in den Wald –
dann stehen die heimischen Vögel und ihr Nachwuchs im Mittelpunkt der Entdeckertour.